Am 01. Oktober 2007 ist der Vertrag zur Integrierten Versorgung durch Kinder- und Jugendärzte und Hausapotheken ("Integrationsvertrag") in Kraft getreten. Vertragspartner dieses Vertrages sind die AOK - Die Gesundheitskasse für das Land Brandenburg und die Brandenburgische Apotheken-Service GmbH (BAS). Unterstützt wird dieser Vertrag durch den Apothekerverband Brandenburg e.V.
Die medizinische Versorgung der Kinder und Jugendlichen stellt zentrale Weichen für deren gesundheitliche Entwicklung, die nicht selten Auswirkungen bis in das fortgeschrittene Erwachsenenalter haben. Dies gilt sowohl für Kinder und Jugendliche ohne gesundheitliche Einschränkungen wie auch für bereits erkrankte Kinder und Jugendliche. Rechtzeitige Nutzung von Prävention und Früherkennung sowie eine gezielte medizinische Spezialisierung der Behandlungsabläufe sind demnach zentrale Aspekte einer qualifizierten Versorgung.

Mit diesem Vertrag verfolgen die Vertragspartner mit einem bevölkerungsbezogenen flächendeckenden Ansatz eine ganzheitliche qualitative Vernetzung der Versorgungsstrukturen im pädiatrischen Bereich. Die Konzeption dieses Vertrages richtet sich damit an die gesamte Bevölkerungsgruppe der Kinder und Jugendlichen sowie an deren Eltern in der Versorgungsregion Brandenburg.

Die Vertragspartner sind sich einig, dass die Versicherten aktiv in das Behandlungsmanagement einzubinden sind. Hierbei ist ihnen insbesondere durch die Hausapotheke eine Hilfestellung für ein eigenverantwortliches und gesundheitsbewusstes Verhalten bei gleichzeitigem Angebot und Nutzung geeigneter präventiver Maßnahmen zu geben.

Im Mittelpunkt des Integrationsvertrages steht die Koordinierung, Steuerung und  Begleitung der Versorgung der Versicherten durch die Kinder- und Jugendärzte gemäß § 73 Abs. 1 a Satz 2 SGB V in Zusammenarbeit mit der Hausapotheke für an der Pädiatriezentrierten Integrierten Versorgung ?AOK-Junior" teilnehmenden Versicherten. Die Belieferung mit Arzneimitteln erfolgt nach den Bestimmungen des Rahmenvertrages nach § 129 SGB V. Der Versorgungsauftrag beinhaltet darüber hinaus:

    1. Individuelle Betreuung der Versicherten durch die Kinder- und Jugendärzte hinsichtlich eines optimalen Behandlungsablaufes und Aufklärung der Versicherten über den Inhalt und die Partner dieses Vertrages.

      Die Kinder- und Jugendärzte betreuen die Versicherten, indem sie Behandlungsschritte koordinieren sowie Behandlungsergebnisse in einer Versichertenakte zusammenführen. Hierbei gilt der Arzneimittelversorgung besondere Aufmerksamkeit. Weiterhin unterstützen bzw. ermutigen die Kinder- und Jugendärzte die Versicherten darin, dass diese sich mit ihrer Erkrankung auseinandersetzen und gemeinsam stets die für die Versicherten bestmöglichen Behandlungswege gefunden werden.
    1. Aktive Zusammenarbeit zwischen Kinder- und Jugendärzten und Hausapotheke bei der Arzneimittelversorgung.

      Mittels einer Medikationsliste, die für jede/n eingeschriebene/n Versicherte/n geführt wird, übernimmt die Hausapotheke deren/dessen intensive Beratung in allen Arzneimittelfragen. Bei Erfordernis nimmt die Hausapotheke den Kontakt zu den behandelnden Kinder- und Jugendärzten auf.

      Mit der Durchführung eines Check-up sowie in gemeinsamen Aktionen trägt die Hausapotheke zur Prävention und Früherkennung von Erkrankungen bei.
      Im Rahmen des Home-Service stellt die Apotheke die Versorgung der Versicherten ggf. bis an das Krankenbett in der häuslichen Umgebung sicher.
    1. Beratung der Versicherten über die Pädiatriezentrierte Integrierte Versorgung durch Kinder- und Jugendärzte und die Kooperationspartner und Einschreibung der Versicherten. Diese beinhaltet nach vorausgegangener Information das Ausfüllen der Teilnahmeunterlagen, Entgegennahme und Verwaltung der Unterlagen sowie die Ausstellung des Einschreiberezeptes.

 

Die Teilnahme der Kinder und Jugendlichen ist freiwillig. Die Erklärung erfolgt ab 01.10.2007 gegenüber dem Kinder- und Jugendarzt.  
Zur Gewährleistung der vertraglich angestrebten Arzneimittelsicherheit verpflichtet sich der Versicherte, verordnete Arzneimittel und solche der Selbstmedikation ausschließlich in der gewählten Hausapotheke zu beziehen. Dies gilt nicht für den Fall der Vertretung, der urlaubsbedingten Abwesenheit des Versicherten, der Inanspruchnahme des Apothekennotdienstes sowie in anderen vergleichbaren Fällen, in denen dem Versicherten das Aufsuchen der von ihm gewählten Hausapotheke nicht zumutbar ist.
Die Wahl der Hausapotheke erfolgt unter Verwendung des sogenannten Einschreiberezeptes. Der Patient legt es in der Apotheke seiner Wahl vor. Die Hausapotheke ist berechtigt, zur Erhebung der Versichertendaten die Daten der Krankenversichertenkarte (KVK) in die Apotheken-Software zu übernehmen.
Mittels einer Medikationsliste, die für jeden eingeschriebenen Versicherten in der gewählten Hausapotheke geführt wird, übernimmt die Hausapotheke dessen intensive Beratung in allen Arzneimittelfragen. Bei Erfordernis nimmt die Hausapotheke den Kontakt zum behandelnden Arzt auf. Mit der Durchführung eines Check-up sowie in gemeinsamen Aktionen trägt die Hausapotheke zur Prävention und Früherkennung von Erkrankungen bei. Im Rahmen des Home-Service stellt die Apotheke die Versorgung des Versicherten ggf. bis an das Krankenbett in der häuslichen Umgebung sicher.



Brandenburgische Apotheken-Service GmbH
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